Mütter gelten als wahre Multitasking-Wunder. Immer in Aktion, rund um die Uhr im Einsatz, ständig gefragt. Sie sind immer für ihre Familie da, händeln mehrere Leben gleichzeitig – und doch: Vielleicht sitzt du gerade auf dem Sofa, dein Kind spielt neben dir, und du fragst dich innerlich, warum du dich so leer fühlst. So undankbar.
Du liebst deine Familie und tief in dir weisst du, dass du glücklich sein solltest, aber du spürst es einfach nicht. Du fühlst dich wie eine funktionierende Maschine, die einen Prozess nach dem nächsten abspielt. In Endlosschleife.
Dieses innere Gefühl der Leere trägt einen Namen: Boreout.
Anders als beim Burnout geht es hier nicht um Überforderung, sondern um emotionale Unterforderung. Ein ständiges funktionieren ohne einen Sinn dahinter zu haben. Ohne eine Erfüllung und ohne am Ende des Tages das Gefühl zu haben: Wow heute war ein geiler Tag, ich war in meiner Kraft und habe es gerockt.
Auch wenn es paradox klingt: Gerade im vollgestopften Familienalltag sind viele Mütter von Boreout betroffen. Du hast viel zu tun – aber kaum etwas davon fordert dich wirklich. Irgendwann weisst du einfach, wie dein Alltag mit Kind optimal funktioniert. Welche Routine es braucht, damit der Tag mit möglichst wenigen Schreikrämpfen über die Bühne geht. Aber genau das ist das Problem. Es bleibt kein Raum für neue Ideen. Kaum Abwechslung. Und vor allem, kein Platz, um deine Fähigkeiten zu nutzen oder weiterzuentwickeln. Die Monotonie fängt langsam an dich innerlich zu zerfressen.
💡 Laut der Allensbach-Studie “Elternschaft heute” vom 2021 haben knapp 60% der Mütter das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas zu kurz kommt. Ganze 70% von ihnen sagen, sie selber kommen zu kurz!!
Ein Alltag, der nur noch aus Funktionieren besteht, kann auf Dauer zermürbend sein – vor allem dann, wenn dein eigener Antrieb, deine Kreativität und dein Ehrgeiz auf der Strecke bleiben.
Tag für Tag geht es weiter: Essen machen, Aufräumen, Tränen trocknen, Listen abarbeiten. Dein Kalender ist voll – und doch bleibt dieses Gefühl: War es das jetzt? Werde ich jemals wieder mein Gehirn anstrengen dürfen? Mein Wissen aus dem Studium für nützliches nutzen und nicht nur um die Statik eines Baukloztums zu verbessern.
Kaum ist der Gedanke da, kommt das nächste “Mamaaaaa”. Du drehst dich um, schiebst den Geistesblitz auf die Seite und nimmst die nächste To Do von deiner Liste in Angriff.
Du funktionierst einfach perfekt. Nur leider hat das nichts mit dem Leben zu tun, was du dir mal erträumt hast. Und genau da fängt der Boreout an – wenn deine innere Stimme immer leiser wird, du dich selbst nicht mehr spürst und deine Talente im Alltag untergehen.
Das ist der Satz, der viele Mütter innerlich zerreißt: Ich liebe meine Kinder – aber ich vermisse mich selbst.
Es ist noch tief in dir verankert. Das Wissen, dass du früher von deinen Arbeitskollegen für deine lösungsorientierten Einfälle gelobt wurdest. Heute ist es anders. Es ist allen egal, dass du endlich den richtigen kreativen Einfall hattest und das Gemüse endlich im Kind statt auf dem Boden gelandet ist.
Es fühlt sich so an, als ob dein Wert als Frau mit der Geburt verloren gegangen ist. Dadurch fühlst du dich irgendwie fehl in deinem Leben, als ob es egal ist, was du tust. Es kommen langsam Zweifel in dir auf, warum kannst du das nicht wertschätzen? Warum blühen alle Frauen in der Mutterrolle auf, nur du findest sie öde? Was ist falsch an dir?
Dieser Zwiespalt ist ok. Denn beides darf wahr sein. Du darfst deine Familie abgöttisch lieben – und trotzdem das Gefühl haben, dass deine eigenen Bedürfnisse auf der Strecke bleiben. Du bist hier nicht alleine.
Wenn dir nun bewusst wird, dass du seit Monaten nichts mehr getan hast, was dich geistig oder emotional nährt, dann ist das ein Weckruf. Du bist nicht egoistisch – du bist einfach jemand, der mehr vom Leben will als nur Dauerfunktionieren.
Die gute Nachricht? Du brauchst keinen radikalen Neuanfang. Du brauchst nur einen bewussten Schritt in deine Richtung.
Selbstbestimmung ist keine Belohnung, die man sich irgendwann verdient – sie ist die Grundlage für echtes, erfülltes Muttersein. Denn nur wenn du dich selbst ernst nimmst, kannst du auch mit voller Kraft für andere da sein.
💡 Und es geht nicht darum, deine Kinder gedanklich auszusetzen um aus deinem Alltag zu fliehen. Es geht vielmehr darum, dich in deinem Alltag wiederzufinden. Deine Zeit mit geistigen Herausforderungen zu füllen, die dir wieder mehr Energie, Freude und Klarheit bringen. Eine Abwechslung zu erschaffen, deine Zeit aktiv selber steuern, lässt dich die Monotonie erträglich werden.
Denn es ist dein gutes Recht, wieder mehr für dich zu leben, statt dich weiterhin auf das Muttersein zu reduzieren.
Wenn du dich in diesem Text wiederfindest, dann ist das kein Zufall. Es gibt viele Mütter denen es genauso geht wie dir.
Abgestumpft von einem Alltag, der sich mehr als Last statt als erfülltes Leben anfühlt. Es ist die dadurch entstandene Leere, die viel zu präsent ist und der Ausblick auf weitere Jahre voller Unterforderung macht die Sache nicht gerade besser. Wie weit bist du? Einfach noch frustriert oder steckst du schon mitten im Boreout fest?
Ein Boreout ist doch einfach nur Mist. Es ist krankhaft und sollte definitiv ein Weckruf für jede Mutter sein.
Sind wir doch mal ehrlich: Du sollst als Mutter genauso ein glückliches Leben führen, wie du es deinen Kindern Tag für Tag ermöglichst!
Genau um das zu testen, habe ich ein Quiz für dich entwickelt:
Mein kostenloses Boreout-Quiz für Mamas
In nur 3 Minuten erfährst du:
Hier geht’s direkt zum Quiz: https://maikebianchi.ch/quiz/– und damit zu dir selbst. Denn du bist nicht hier, um dich selbst zu vergessen.
Du bist hier, um dich selbst wiederzufinden – mit Klarheit, Haltung und dem Mut, deinen eigenen Weg zu gehen.