Es ist 11 Uhr vormittags. Das Mittagessen ist vorbereitet, das Kleinkind schläft – und du sitzt da. Gedankenleer, erschöpft, gelangweilt. Du liebst deine Kinder, ohne Frage. Aber du fragst dich: War’s das jetzt wirklich? Willkommen im ungesagten Zustand vieler Mütter – der inneren Leere, dem schleichenden Frust.
Und genau hier beginnt das eigentliche Problem: Wir reden nicht drüber. Denn Langeweile im Muttersein? Das klingt fast wie ein Tabubruch.
Schließlich hast du das „größte Glück“ auf Erden, oder? Nur dass dich keiner darauf vorbereitet hat, wie monoton der Alltag werden kann. Wie gleichförmig die Tage verlaufen. Wie öde das Bauklötze spielen wird, wenn du täglich denselben Turm 5x aufbaust. Wie es sich anfühlt, nur noch für andere zu funktionieren. So ganz ohne zu fühlen.
Du verurteilst dich vielleicht sogar dafür. Bin ich undankbar? Liegt’s an mir? Und direkt meldet sich wieder das schlechte Gewissen. Eigentlich solltest du dich glücklich schätzen. Nur will sich dieses Gefühl partout nicht einstellen. Du fühlst dich schlicht und einfach unfähig, diese Situation, die sich neu dein Alltag nennt, anzunehmen. Wie auch, wenn kein Mensch darüber spricht.
Spoiler: Nein, du musst nichts akzeptieren, was sich falsch anfühlt. Du bist nicht verkehrt – du bist nur unterfordert. Emotional, geistig, energetisch.
Und genau diese Unterforderung kann sich ganz leise, aber tiefgreifend in dein Leben schleichen …
Denn was sich zunächst wie harmlose Erschöpfung anfühlt, kann schnell zu einem Zustand werden, der weit mehr ist als „nur kaputt“. Vielleicht erkennst du dich in diesen fünf Punkten wieder:
Klingt bekannt? Dann lies unbedingt weiter, denn was du fühlst, hat einen Namen.
Während Burnout laut ist – hektisch, überfordernd, erschöpfend – ist Boreout sein stiller Zwilling. Gerade in der Mutterschaft, redet niemand darüber. Boreout entsteht nicht durch zu viel, sondern durch zu wenig: zu wenig mentale Anregung, zu wenig emotionale Erfüllung, zu wenig Selbstbestimmung. Zu wenig sich selbst treu sein.
Und gerade Mütter wie du, laufen Gefahr, sich in dieser stillen Erschöpfung zu verlieren. Nicht, weil sie versagen, sondern weil sie sich selbst über Monate oder Jahre hinweg nicht mehr spüren. Nur noch für andere da sind und monoton ihre Aufgaben als Mutter erfüllen. Nur eben nicht aus einer Leidenschaft heraus, sondern aus dem Pflichtgefühl heraus und weil es häufig ja auch keine Alternativen gibt. Also ist die Devise von vielen Müttern, die eben nicht in der Mutterrolle aufgehen- Durchhalten. Warten. Bis die Kinder so groß sind, dass sie in eine Betreuung können.
Statt also auf die Suche zu gehen, was sie neben dem Muttersein im Hier und Jetzt erfüllen könnte, finden sie sich mit dem Schicksal ab. Bis die Kinder aus dem Haus sind. Es ist Resignation und ein langsames Hineinschlittern in einen sogenannten Boreout. Deshalb braucht es jetzt einen bewussten Stopp. Und eine ehrliche Standortbestimmung.
Nur weil manche Mütter nicht im Muttersein aufgehen, heißt das noch lange nicht, dass sie eine schlechte Mutter sind. Es heißt aber auch nicht, dass sie Ihre Wünsche, Bedürfnisse und Träume auf Warteposition setzen sollten.
Denn dauerhafte Unterforderung ist nicht ungefährlich. Während einige im Büro ihren Alltag vor “zu viel” nicht mehr gewuppt bekommen und dann innerlich ausbrennen. Brennt man im BoreOut auch aus, nur eben aus anderen Gründen.
Die Symptome können schleichend beginnen und werden oft übersehen. Zwischen Müdigkeit und Reizbarkeit kann auch dein Selbstwertgefühl sinken. Weil du einfach keine Erfolge mehr spürst. Du ziehst dich innerlich zurück – obwohl du ständig unter Menschen bist. Und beginnst einen Weg in eine Abwärtsspirale.
Wie kommt man jetzt raus aus diesem Schlammassel?
Bevor du das Steuer wieder selbst in die Hand nimmst, darfst du dir erst einmal klarmachen: Es ist okay, dich selbst wichtig zu nehmen. Deine Bedürfnisse sind nicht weniger relevant, nur weil du Mutter bist. Sie sind genauso wichtig wie das tägliche Stillen deines Kindes.
Frage dich:
➡️ Was vermisse ich eigentlich – geistig, emotional, kreativ?
➡️ Wann habe ich zuletzt etwas nur für mich getan – ohne schlechtes Gewissen?
Denn genau da beginnt der Weg zurück zu dir. Nicht mit einem Masterplan. Sondern mit dem Mut, ehrlich hinzuschauen.
Vielleicht fragst du dich jetzt: Und wo fange ich an? Wie soll das gehen, denn Zeit und Nerv habe ich eigentlich keine dafür?
Aber genau dieser Gedanke ist verkehrt. Woher soll deine Energie für deinen Alltag herkommen, wenn du nicht bereit bist hinzuschauen? Wie willst du deinen Kindern vermitteln auf sich Acht zu geben, wenn du selbst an allen Ecken und Enden an dir sparst? Wie soll sich überhaupt etwas verändern, wenn du dich gehen lässt bis die Kinder aus dem Haus sind?
Dennoch darf es auch leicht gehen und genau dafür habe ich ein kostenfreies Quiz entwickelt. Es hilft dir, herauszufinden:
In nur 3 Minuten bekommst du Klarheit. Ohne Fachchinesisch. Ohne Schuldgefühle.
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Wenn dein Alltag dich leer macht, ist das kein Zeichen von Undankbarkeit – sondern ein Weckruf. Es ist nicht nur die Kindheit deiner Kinder, die du begleitest, sondern es ist auch dein Leben, welches du mit allen dir wichtigen Facetten leben darfst.
Ein Ruf, der dir sagt: Du darfst mehr wollen. Du darfst neugierig sein auf dich selbst. Und du darfst losgehen.
Nicht morgen. Nicht, wenn die Kinder größer sind. Jetzt.